Im Februar 2008 sind Gerhard Fischer und Choon Huat Koay einander in Wien begegnet. Hell und warm ist der Lichteinfall in Fischers Wohnung. Jede Stelle, alles im Raum ist Licht. Wenn Choon in stillen Zimmern Gerhard ansah, so zerfloss er. Aus den ersten Augenblicken wurden 17 Jahre des täglichen Lebens- und Liebeszeichen-Gebens.
In den Albumblättern aus den Jahren 2008–2010 verbindet sich die Handschrift Choons mit der Schreibspur Gerhards. Die Bildsplitter erzählen vom schlichten Alltag des Paares: von gemeinsamen Spaziergängen, von Blumenkäufen, von Umarmungen und Küssen, vom Einkaufen von Lebensmitteln, von Konzert- und Ausstellungsbesuchen, von Gesprächen über Immigration, vom Erlernen der deutschen Sprache. Unentwegt suchte Choon nach der richtigen Form der Sprache. Choon ist Chinese aus Malaysia und hat eine wunderschöne Gesangsstimme. Sein Kosename ist Fa.
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Die losen Blätter sind letztlich visuelle Elemente von virtuoser Belanglosigkeit.
Francesca Caccini (1587-1640)
O vive rose
O vive rose
Labbr’amorose,
Se d’un bel viso,
D’un bel sorriso
Altere andate,
Cadete omai,
Labbr’odorate,
A quei bei rai,
Luci d’amor ridenti,
Occhi miei soli ardenti. (…)
Francesca Caccini
O lebende Rosen
O lebende Rosen,
liebende Lippen,
wenn ihr stolz seid
auf ein schönes Antlitz,
auf ein schönes Lächeln,
gebt nun nach,
duftende Lippen,
diesen schönen Strahlen,
diesen lachenden Liebeslichtern,
diesen Augen,
meinen brennenden Sonnen . ( …)
Il primo libro delle Musiche ( Venedig 1618)
























