Zu den Motivschwerpunkten von Gerhard Fischer zählt Afrika, wir schreiben das Jahr 1984. Fischer schmökert in reich illustrierten Büchern über Nordafrika, Tunesien und Marokko ziehenden Maler an. In den siebziger Jahren waren die nordafrikanischen Länder besonders bei Pariser Schwulen beliebt, garantierten sie doch sexuelle Ausschweifungen. Michel Foucault und Roland Barthes waren dort und vergnügten sich. Sehr schön geschrieben ist der schmale Band »Incidents« (»Begebenheiten«) von Roland Barthes. »Incidents« ist eine Sammlung von Texten über Nordafrika, die persönliche Aufzeichnungen, Reiseberichte und Tagebucheinträge enthält. Die hier zur Ansicht ausgelegten Wachskreidearbeiten mit afrikanischen Motiven sind einem Konvolut entnommen. Die Vorlage für diese Werke waren ethnografische Magazine, die Fischer mit Wachskreide überzog. In Caput-mortuum-Farbe sind die Pinselarbeiten gestaltet. Es lässt sich sagen, dass der schwarze Kontinent die Triebkraft war, die Gerhard Fischer zum Malen brachte. Bis heute ist die »tintenschwarze Haut« die Passion des Malers.
























